Die passende Powerbank für den Arbeitsweg

Für den täglichen Arbeitsweg reicht meist eine kompakte Powerbank, wenn Sie damit nur Ihr Smartphone unterwegs nachladen. Laden Sie mehrere Geräte oder ein Notebook, brauchen Sie mehr Kapazität und ausreichend Leistung am passenden Anschluss.

Der Wert in mAh zeigt, wie viel elektrische Ladung die Powerbank speichert. Er sagt aber nicht allein aus, wie viel Energie am USB-Ausgang ankommt. Vergleichen Sie deshalb auch die Wattstunden (Wh) und prüfen Sie, ob Leistung und Anschlüsse zu Ihren Geräten passen.

Wählen Sie nach Ihrem Ladebedarf

Überlegen Sie zuerst, was die Powerbank an einem normalen Arbeitstag versorgen soll. Wenn Sie unterwegs nur gelegentlich Ihr Smartphone nachladen, ist ein kleines Modell leichter mitzunehmen und bietet eine praktische Reserve. Für mehrere Nachladungen oder zusätzliche Geräte wie Kopfhörer lohnt sich mehr Kapazität. Wer ein Tablet oder Notebook laden will, muss neben der Kapazität auch die Ausgangsleistung prüfen.

Für gelegentliches Nachladen eines Smartphones kann eine Powerbank mit eher geringer Kapazität ausreichen. Das ist eine Orientierung, keine Garantie für eine bestimmte Anzahl vollständiger Ladungen. Wie oft die Powerbank reicht, hängt auch vom Energiebedarf des Geräts und von Ladeverlusten ab.

Der mAh-Wert verrät nicht zuverlässig, wie oft Sie ein Smartphone mit der Powerbank laden können. Powerbanks und Smartphones unterscheiden sich dafür zu stark. Wenn Sie regelmäßig am Ende des Arbeitstags noch viel Energie in der Powerbank haben, genügt beim nächsten Kauf womöglich ein kleineres Modell. Ist sie schon auf dem Heimweg leer, spricht das für mehr Reserve.

Vergleichen Sie Wattstunden

Die Angabe in Wattstunden berücksichtigt Spannung und Ladungsmenge. Die Beziehung lautet: Wattstunden = Volt × Amperestunden. Hersteller beziehen mAh-Angaben nicht immer auf dieselbe Spannung. Deshalb lassen sich diese Werte allein nur eingeschränkt vergleichen. Eine Angabe zur nutzbaren Energie in Wh oder ein unabhängiger Messwert hilft beim Vergleich.

Die Stiftung Warentest prüfte 2026 insgesamt 24 Powerbanks. Die gemessene nutzbare Energie unterschied sich je nach Gerät. Die Messwerte lassen sich nicht auf alle Powerbanks übertragen.

Mehr Kapazität bietet mehr Energiereserve, nimmt aber meist mehr Platz ein und wiegt mehr. Ein einzelnes von COMPUTER BILD getestetes Modell wog 200 Gramm; dieser Wert ist ein Beispiel und kein Durchschnitt für die gesamte Größenklasse. Wenn Sie die Powerbank jeden Tag mitnehmen, achten Sie daher neben der Kapazität auch auf Maße und Gewicht.

Prüfen Sie Leistung und Anschlüsse

Die Kapazität beschreibt die gespeicherte Energie; die Leistung in Watt gibt an, wie schnell die Powerbank ein Gerät laden kann. Für schnelles Laden müssen Powerbank und Gerät außerdem denselben Ladestandard unterstützen. Ein USB-C-Anschluss allein garantiert weder eine bestimmte Ladegeschwindigkeit noch die Eignung für ein Notebook.

Prüfen Sie sowohl die Ausgangsleistung des einzelnen Anschlusses als auch die Gesamtleistung auf der Verpackung. Wenn Sie mehrere Geräte gleichzeitig anschließen, verteilt die Powerbank ihre Leistung auf die Ports. Dann kann jedes Gerät langsamer laden als bei alleiniger Nutzung. Für Tablets und Notebooks nennt der TÜV SÜD je nach Gerät Leistungen von etwa 30, 45 oder 65 Watt als mögliche Größenordnungen. Entscheidend ist, welche Leistung Ihr Gerät unterstützt.

USB Power Delivery, kurz USB PD, ist ein Ladestandard für die Stromversorgung über USB-C. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Powerbank und das angeschlossene Gerät denselben passenden Standard unterstützen und die benötigte Leistung liefern. Prüfen Sie gegebenenfalls auch das Kabel, denn es muss für die gewünschte Leistung geeignet sein.

Ein USB-C-Anschluss, der sowohl Geräte lädt als auch die Powerbank selbst wieder auflädt, spart Platz und zusätzliche Kabel. Mehrere Ausgänge sind praktisch, wenn Sie beispielsweise Smartphone und Kopfhörer gleichzeitig laden wollen. Integrierte Kabel können ebenfalls bequem sein, sofern sie zu den Geräten passen, die Sie mitnehmen.

Beachten Sie die Ladezeit

Wenn Sie die Powerbank täglich auf dem Arbeitsweg verwenden, sollte sie sich zu Hause schnell genug wieder aufladen lassen. Prüfen Sie deshalb neben der Ausgangsleistung zum Laden Ihrer Geräte auch, mit welcher Eingangsleistung die Powerbank selbst lädt. Alternativ hilft die angegebene Wiederaufladezeit. Ein Modell mit großer Kapazität ist wenig praktisch, wenn es zwischen zwei Arbeitstagen nicht rechtzeitig voll wird.

Kabelloses Laden spart das Einstecken eines Kabels, nutzt die gespeicherte Energie aber weniger effizient als Laden per Kabel. Im Test der Stiftung Warentest ging beim kabellosen Laden mehr Energie als Wärme verloren. Für den Arbeitsweg ist die kabellose Variante sinnvoll, wenn Ihnen der Komfort wichtiger ist als die bessere Energieausnutzung.

Achten Sie auf Sicherheit

Kaufen Sie eine Powerbank, deren Kapazität und Leistung klar angegeben sind und die Schutzfunktionen gegen Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss und Überhitzung hat. Achten Sie auf ein gut verarbeitetes Gehäuse und klare Herstellerangaben. Während des Ladens sollte die Powerbank auf einer gut belüfteten Fläche liegen und vor Feuchtigkeit sowie extremen Temperaturen geschützt sein.

Eine Sicherheitsprüfung sagt nicht automatisch aus, wie gut ein Gerät Stürze übersteht. Bei den 24 von der Stiftung Warentest geprüften Modellen bestanden die Geräte die Sicherheitsprüfungen ohne Brand oder Explosion. Im Falltest wurden jedoch einige beschädigt; ein Gerät funktionierte anschließend nicht mehr. Gehen Sie deshalb sorgfältig mit der Powerbank um und verwenden Sie ein beschädigtes oder aufgeblähtes Modell nicht weiter.

Bei längerer Lagerung kann sich auch eine selten genutzte Powerbank selbst entladen. Kontrollieren Sie ihren Ladezustand gelegentlich und laden Sie sie bei Bedarf nach.

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